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Erdbeben Haiti 15.01.2010 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Yvonne Schäfer   
Sonntag, 17. Januar 2010 um 18:10

Drei vom BRH gut auf die Reise bringen

von Holger Bunz

 


05:00 Uhr.

Am Freitag 15. Januar 2010 fünf Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Die Nacht ist zu Ende.
Ich krieg die Augen nur schwer auf. Aber jetzt gehts raus ausem Bett.
Zügig in die Klamotten, die Tasche und den Foto geschnappt und ab ins Auto.

 

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05:20 Uhr.

Jetzt gehts ab zum Flughafen, denn drei von den Unseren machen sich auf den Weg. Zum Glück ist um diese Uhrzeit die Autobahn frei und kein Stau.

 

05:55 Uhr.....

Ankunft am Flughafenparkhaus. Schnell die BRH-Jacke an, die Fototasche umgehängt, den Ausweis angesteckt, Auto zu und dann los. Zwei Rolltreppen und 500 Meter später bin ich im Flughafen Abflughalle C.

06:00 Uhr.

Dann sehe ich sie auch schon. Überall Rot-Gelb und dazwischen sehe ich Sie.


Nicole Feldmann, Susi Tismer und Maik Späth. Sie hören aufmerksam den Ausführungen der Einsatzleiterin der ISAR Germany zu.

 

Sie gibt letzte Instruktionen, Gefahren- und Verhaltenshinweise und die Kontaktdaten der Satelitentelefone.

 

06:13 Uhr.

Danach Entspannung. Eine Zigarette vor dem Gebäude, ein kleiner Gassigang mit dem Vierbeiner oder Plausch mit den KollegInnen.

06:21.

Die Vertreter der Informationsgilde schlagen auf.
Hier ein Videointerview dort noch ein Schwenk von der Ausrüstung am Rucksack, der kurze Blick in das Konterfei eines Rettungshundes, Nachfragen über den Namen der Organisation, was man denn so fühlt wenn man in dieses schrecklich geschlagene Land fährt, ob man das zum ersten Mal macht, wie ist das wenn......

 

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Am Notebook mit Funkanbindung werden die ersten Berichte in die Redaktionen verschickt.

06:38 Uhr.

Mirco und ich gehen zur Besucherausweisstelle und holen uns einen Tagesausweis. Bei dem netten Mitarbeiter der Flughafensicherheit haben wir dann nach unendlichen 14 Minuten unsere Ausweise. Der Weg bis zur Boarding-Zone ist jetzt unser.

 

06:59 Uhr.

Der extra eingerichtete Checkin-Schalter für ISAR ist geöffnet. Schnell noch das große Gepäck auf das Förderband gelupft, die Boardingkarte entgegengenommen und Platz gemacht für den nächsten.
Die Interviews gehen weiter. Zwischendurch geht man mal aufs Örtchen, zeigt dem Hund noch mal die "große" Grünfläche oder räuchert noch ein wenig den Vorplatz ein.

 

07:19 Uhr.

Alle ohne Hund oder Nichtraucher versammeln sich dann, Gepäck aufgeschultert und ab zum Flugsteig. Es geht los! Die Informationsgilde folgt uns oder filmt voraus.

07:25 Uhr.

Erster Checkpoint. -Gepäckkontrolle- Wir werden durchleuchtet. Wer da mit Stahlkappenstiefel unterwegs ist darf jetzt hier seine Socken zeigen. Getränke oder Spühfarbe muss natürlich hier bleiben (dumme Sache das). Hier sind wir jetzt ohne die Informationsgilde.
Der Tross versammelt sich, wird abgezählt. OK alle da, es geht weiter.

07:41 Uhr.

Zweiter Checkpoint -Passkontrolle- abzählen, weiter gehts.

 

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Eine Rolltreppe tiefer

 

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07:51 Uhr.

Dritter Checkpoint -Gepäckkontrolle- schon wieder. Jetzt bildet sich eine lange Schlange. Es dauert.
Ich muss gehen, die Arbeit wartet auf mich.

Hier kommen mir die Raucher und Hundeführer entgegen. Jetzt kommt eine harte Prüfung für sie. Unendlich hart wird die Zeit bis sie wieder „Aaaaahhhh“ an der frischen Luft in der Dom. Rep machen können und die Hunde sich von asiatischem Aussehen zu europäschen Antlitz verändern.

Auf meinem langen Rückweg zum Parkhaus nehme ich bei der ersten Gepäckkontrolle noch die Sprühdose mit.
Mirco bleibt tapfer und begleitet unsere Drei weiter. Legt wieder fast alles ab, läst sich abtasten (gar nicht unangenehm), alle Sachen in die Wanne und dann durch den "Torbogen".

08:35 Uhr.

Wir sind im Ziel (Boardingzone erreicht).
Die Mitglieder des ISAR-Teams und unsere Drei vom BRH können einige Minuten ausruhen. In der Boardingzone stehen Fernseher die eindrucksvolle Bilder von dem Chaos in Haiti zeigen.

08:51 Uhr.

Es ist soweit. Abschied nehmen. Alles Glück wünschen. Auf sich aufpassen und wünschen sich bald wiederzusehen.

Dann sind sie weg. Mirco geht zurück. Lange Gänge entlang daran denkend, dass nun die Kollegen auf der Reise sind. Zu einem Auftrag auf den sie vorbereitet sind. Und hoffend, bald alle wieder glücklich und gesund wiederzusehen.

Wenn Sie in ein paar Tagen landen sind wir wieder da, der Mirco und der Holger.

 

Bis denn

Mirco Glass (RHS Rhein-Lahn-Taunus)
Holger Bunz (RHS Rhein-Main)